Mehrwertsteuer
Die Verwaltung der Mehrwertsteuer liegt zentral in der Konfiguration im Bereich Buchhaltung. Der Bezugspunkt ist der MwSt Code — in Aufträgen und Rechnungen zusätzlich das Datum, und wenn vorhanden der Liefertermin.
Auf dieser Seite legst du die Steuersätze an, hinterlegst Konten und Codes für die Buchhaltung und stellst einen Satzwechsel im Voraus ein.
Der Schlüssel ist der Code zusammen mit dem Zeitraum
Ein Steuersatz liegt nirgends als Prozentzahl fest. Was das Programm überall speichert, ist der Code — im Artikel, in der Kondition, auf der Position. Den Prozentsatz sucht es erst beim Rechnen, und zwar den, der am Datum des Belegs gültig war.
Deshalb steht derselbe Code mehrmals in der Liste, mit verschiedenen Zeiträumen. Der Code allein sagt noch nichts — erst Code und Zeitraum zusammen ergeben einen Satz. Und deshalb hat die Erhöhung von 7.7 auf 8.1 Prozent keinen einzigen Artikel und keine einzige Kondition verändert: es kam eine Zeile dazu, mehr nicht.
Die Spalten
Die Tabelle hat zwei Hälften. Links steht, was du an Steuer schuldest — die «Mehrwertsteuer»; rechts, was du an bezahlter Steuer zurückholst — die «Vorsteuer». Beide haben ihr eigenes Konto und ihren eigenen Code, weil die Buchhaltung sie getrennt führt.
Wechsel des Steuersatzes auf einen Termin
Ändert sich ein Steuersatz auf einen Stichtag, lässt sich der neue Satz im Voraus eintragen. Du musst am Stichtag selbst nichts tun.
- Trage beim bisherigen Satz in «Gültig bis» den letzten Tag ein, an dem er gilt.
- Wiederhole das für jeden betroffenen Satz.
- Füge mit der blauen Plus-Taste für jeden neuen Satz eine Zeile ein.
- Trage denselben MwSt Code ein wie im Zeitraum davor.
- Trage unter «Ansatz» den neuen Satz ein und unter «Gültig ab» den ersten Tag, an dem er gilt.
- Die übrigen Spalten füllst du nach Bedarf.
Und gib dem alten Satz sein «Gültig bis», bevor der neue zu laufen beginnt. Fehlt es, gelten für die Tage dazwischen zwei Zeilen mit demselben Code — und dann steht nicht fest, mit welchem der beiden Sätze ein Beleg aus dieser Zeit rechnet.
Welches Datum entscheidet über den Satz
Der Liefertermin geht vor. Ist auf dem Beleg einer eingetragen, bestimmt er den Satz. Fehlt er, entscheidet das Rechnungs- beziehungsweise Auftragsdatum.
Beispiel. Das Rechnungsdatum ist der 10. Januar 2024, der Liefertermin der 30. Dezember 2023, und der Satz wechselt per 1. Januar 2024 von 7.7 auf 8.1 Prozent. Diese Rechnung wird mit 7.7 Prozent gerechnet — dem Satz, der am Liefertermin galt. Ohne Liefertermin käme sie auf 8.1 Prozent.