Dabu Flow AG
DabuSoft Pro Handbuch

SMTP-Server

Rechnungen, Ticketantworten und Serienbriefe sollen direkt aus DabuSoft Pro hinausgehen — über das Postfach eurer Firma, ohne Umweg über das Mailprogramm. Dafür braucht das Programm die Zugangsdaten eures Postausgangs.

Diese Seite zeigt, was du einträgst, wie du die Verbindung prüfst und wo die Grenzen des Versands liegen. Einmal eingerichtet, steht der Server überall zur Auswahl, wo DabuSoft Pro Mails verschickt.

Ein Server, viele Stellen

Hier legst du Postausgänge an, einen je Postfach, über das Mails hinausgehen. Es können mehrere sein — etwa ein Postfach für Rechnungen und eines für den Support. Ausgewählt wird der Server dort, wo verschickt wird:

Stelle
Welcher Server gilt
der Stern in der Liste links («Voreinstellung»)
markiert den Server, der unter «Web-Services › Web-Server» im Feld «SMTP-Server» eingetragen ist; ein Klick auf den Stern trägt ihn dort ein
beim Mitarbeiter
sein eigener Postausgang; Serienbriefe und Mails aus dem Druckmenü übernehmen ihn als Vorschlag
in den Einstellungen des Kundenportals
der Server für Ticketantworten und alle Mails aus dem Portal
beim Serienbrief
je Aussendung frei wählbar im Feld «SMTP-Server»

Ist an derselben Stelle zusätzlich eine «Schnittstelle» gewählt, geht die Mail über den Versanddienst hinaus. Der Server bleibt dann unbenutzt — beide zusammen gibt es nicht.

«Hostname», «Port» und «Verschlüsselung»

Die Maske SMTP-Server: elf Zeilen von Bezeichnung bis zum Schalter fuer den FM-Server, darunter der Knopf Test E-Mail senden.Bezeichnunginfo@firma.chHostnamemail.firma.chPort465VerschlüsselungSSLAuthentifizierungPasswortBenutzernameinfo@firma.chPasswort••••••••Text Kodierung8bitCURL traceCURL show errorE-Mail über FM-Server sendenTest E-Mail senden
Die Maske «SMTP-Server». Oben die Adresse des Servers, darunter die Anmeldung und die Schalter für die Fehlersuche, ganz unten der Knopf für die Probe. Die Werte im Bild sind Beispiele.
Einstellung
Was du einträgst
«Bezeichnung»
der Name, unter dem der Server in den Auswahllisten steht — zum Beispiel die Adresse des Postfachs
«Hostname»
die Adresse des Postausgangs, so wie dein Mailanbieter sie angibt
«Port»
25, 465 oder 587 aus der Liste — oder eine andere Nummer, die du von Hand einträgst
«Verschlüsselung»
«SSL», «TLS» oder leer

Port und Verschlüsselung sind ein Paar, und dein Anbieter nennt beide. Mit «SSL» baut DabuSoft Pro die Verbindung von Anfang an verschlüsselt auf; dazu gehört in der Regel Port 465. Mit «TLS» öffnet es die Verbindung zuerst und verlangt dann vom Server, dass er auf Verschlüsselung umschaltet — das ist meist Port 587. Bleibt das Feld leer, geht die Verbindung unverschlüsselt; das ist der alte Port 25, den viele Anbieter und Netze für den Versand sperren.

«Benutzername» und «Passwort»

Die Anmeldung am Postausgang — in der Regel die Adresse des Postfachs und sein Passwort. Bleibt «Benutzername» leer, meldet sich DabuSoft Pro gar nicht an. Das geht bei Servern, die ohne Anmeldung versenden lassen — bei den üblichen Mailanbietern nicht.

Schützt dein Anbieter das Postfach mit einer Zwei-Faktor-Anmeldung, gehört hier meist ein eigenes App-Passwort hin. Du erzeugst es im Kundenkonto des Anbieters. Und wird das Passwort des Postfachs geändert, gehört das neue auch hier eingetragen.

«CURL trace» und «CURL show error»

Die beiden Schalter sind für die Fehlersuche. Eingeschaltet schreibt DabuSoft Pro bei einem misslungenen Versand den ganzen Wortwechsel mit dem Mailserver und seinen Fehlertext ins Protokoll. Damit kann der Support nachlesen, woran eine Verbindung gescheitert ist. Auf den Versand selbst haben sie keinen Einfluss.

«Test E-Mail senden»

Unter dem Kasten schickst du eine Probe über genau diesen Server. Ein Klick auf «Test E-Mail senden» öffnet den Dialog «E-Mail senden» — denselben, den du vom Beantworten eines Tickets kennst. Darin steht schon deine eigene «Absender E-Mail». Du kannst sie überschreiben, wenn die Probe an ein anderes Postfach gehen soll. Mit «Senden» geht sie weg; die anderen Tasten schliessen den Dialog, ohne dass eine Mail entsteht. Der Knopf erscheint, sobald ein «Hostname» eingetragen ist.

Die Probe trägt den Betreff «Test E-Mail» und den Text «Test-Mail gesendet über DabuSoft Pro. Bitte nicht antworten.». Als Absenderadresse nimmt sie den «Benutzername» dieses Servers. Die vorgeschlagene Adresse liest DabuSoft Pro beim Programmstart — hast du deine Absenderadresse eben geändert, erscheint die neue erst nach dem nächsten Start.

Was du siehst
Was es heisst
Der Dialog «Test E-Mail» mit der Adresse, an die die Probe ging
Der Server hat die Mail angenommen. Schau im Postfach des Empfängers nach, auch im Spamordner
Der Dialog «Fehler» mit der Antwort des Servers
Die Mail ist nicht weggegangen. Die Antwort sagt meist schon, woran es liegt — s. «Wenn nichts oder das Falsche herauskommt»

Wie gross eine Mail sein darf

Vor dem Absenden prüft DabuSoft Pro jede Mail. Über den Mailserver gehen höchstens 20 Anhänge und höchstens 20 MB für die ganze Mail. Anhänge werden für den Versand umgewandelt und dabei rund 40 Prozent grösser — für die Dateien selbst bleiben also etwa 14 MB. Eine grössere Mail schickt DabuSoft Pro nicht ab.

Die Grenze betrifft die angehängten Dateien. Mailtext und die Bilder einer Mailvorlage wiegen wenige Kilobyte und fallen nicht ins Gewicht. Viele Mailanbieter setzen dazu ihre eigene Grenze, oft tiefer; welche gilt, steht in den Angaben deines Anbieters.

Wofür der Mailserver da ist — und wofür nicht

Über den Mailserver verschickt DabuSoft Pro Geschäftspost: Rechnungen, Mahnungen, Bestätigungen, Ticketantworten — Mails an Menschen, mit denen ihr schon zu tun habt. Dafür ist er der direkteste Weg. Die Mail geht ohne Zwischenstation zu eurem Anbieter und ist meist in Sekunden beim Empfänger.

Für Aussendungen an viele Empfänger gibt es zwei passendere Wege. Geschäftspost in grosser Zahl geht über eine «Schnittstelle» zu einem Versanddienst, der ausserdem zurückmeldet, ob die Mail angekommen ist. Werbung und Newsletter gehören zu einem Newsletterdienst, der Einwilligung und Abmeldung verwaltet.

Damit Mails nicht im Spamordner landen, passt der Absender zum Postfach, über das verschickt wird. Eine Absenderadresse einer fremden Domain lehnen viele Empfänger ab oder sortieren sie aus. Für eure eigene Domain richtet der Anbieter die Einträge SPF und DKIM ein; sie weisen nach, dass eure Mails wirklich von euch kommen.

Wenn nichts oder das Falsche herauskommt

«Die Mail ist nicht angekommen» ist die häufigste Meldung nach dem Einrichten. Die Tabelle folgt der Reihenfolge, in der du nachschaust.

Was du siehst
Woran es liegt
Der Dialog schlägt eine alte Adresse vor
die Absenderadresse wird beim Programmstart gelesen. Starte DabuSoft Pro neu oder überschreib die Adresse im Dialog
Der Knopf «Test E-Mail senden» fehlt
«Hostname» ist leer; erst mit Hostname lässt sich testen
Die Probe meldet, dass keine Verbindung zustande kam
Der Server ist nicht erreichbar. Prüfe zuerst den «Hostname» auf Tippfehler, dann ob «Port» und «Verschlüsselung» zusammenpassen: 465 mit «SSL», 587 mit «TLS»
Die Probe scheitert, obwohl der Hostname stimmt
meist die Anmeldung: «Benutzername» oder «Passwort» stimmt nicht, oder der Anbieter verlangt ein App-Passwort
Die Probe klappt, Mails aus dem Kundenportal oder Serienbriefe kommen nicht an
diese Mails gehen vom Server des Programms aus, und dort muss der Weg zum Mailanbieter offen sein. Prüfe auch, welcher Server beim Mitarbeiter und in den Einstellungen des Kundenportals gewählt ist
Die Mail kommt an, aber im Spamordner
Absender und Postfach passen nicht zusammen, oder für die Domain fehlen SPF und DKIM
Mails kamen an, jetzt plötzlich nicht mehr
das Passwort des Postfachs wurde geändert — oder der Anbieter hat das Konto nach vielen Mails in kurzer Zeit gesperrt
Eine Mail mit grossen Anhängen geht nicht hinaus
sie liegt über 20 MB; Anhänge verkleinern oder auf mehrere Mails verteilen

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