Dabu Flow AG
DabuSoft Pro Handbuch

Buchhaltung

Die Mahnung geht früher raus als vereinbart. Auf einer Rechnung steht eine andere Währung als erwartet. Nach dem Export bleibt eine Rechnung auf «offen» stehen. Alle drei sind keine Fehler, sondern Voreinstellungen.

Diese Seite sammelt die Vorgaben der Buchhaltung: Zahlungsfristen und Mahnstufen, welcher Status «bezahlt» bedeutet, wie gerundet wird, auf welche Konten gebucht wird und was in die Zahlungsdatei kommt. Was hier steht, gilt für die ganze Installation.

Die Maske «Buchhaltung» in ihren elf Kaesten: links Waehrung und Rundung, Abrechnungsart, Rechnungsstatus, Mahnfristen und Rapporte; rechts die Konten, Ausgleichskonten, Zahlungsdatei, Freigabe und die zwei Berechnungsformeln.WährungCHFRundung0.05BankverbindungQR KontoAbrechnung nach vereinbarten EntgeltenMWST immer an den Schluss setzenBei Änderung der Währung nachfragenBei Änderung der Sprache nachfragenRechnungsstatusWechselkurs berücksichtigenRechnungsstatus wenn bezahltbezahltRechnungsbelege exportierenverbuchtBuchungen exportierenverbuchtZahlbar innert301. Mahnung - 2. Mahnung102. Mahnung - 3. Mahnung103. Mahnung - Betreibung10Rapporte abrechnen:RechnungLohn / HonorarRapporte ohne Anzahl nicht AbrechnenLieferscheine als Rapporte speichernErtragskontoAufwandskontoDebitorenkontoAusgleichskonto fürMwSt CodeZahlungenSkontoGebührenZahlungsdatei exportieren [XML]KreditorenartFakturaKreditoren Datensätze freigebenMitarbeiterBerechnungsformel Ertragskonto3400Berechnungsformel Kostenstelle
Die Maske in ihren elf Kästen. Links stellst du ein, wie das Programm mit Belegen, Fristen und Rapporten umgeht; rechts, was beim Export in die Buchhaltung mitgeht. Die Kapitel dieser Seite folgen diesen Kästen.

Zwei Spalten, zwei Aufgaben

Die Maske ist zweigeteilt, und die Teilung ist keine Platzfrage. Links steht, wie das Programm mit Belegen, Fristen und Rapporten umgeht — das stellst du im laufenden Betrieb ein. Rechts steht, was beim Export in die Buchhaltung mitgeht: Konten, Ausgleichskonten, Berechnungsformeln und die Zahlungsdatei. Die rechte Hälfte richtest du einmal ein, meist zusammen mit deinem Treuhänder.

Was hier steht, gilt für die ganze Installation. Es gibt davon keine zweite Fassung je Person und keine je Filiale.

«Währung», «Rundung» und «Bankverbindung»

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Währung»
die Währung, in der ein neuer Beleg gerechnet und gedruckt wird
CHF
«Rundung»
die Stufe, auf die gerundet wird: 0.05 heisst auf fünf Rappen, 0.01 auf den Rappen
0.05
«Bankverbindung»
das Konto, auf das der Kunde zahlt
QR Konto

Diese drei Werte setzt das Programm in jeden neuen Beleg ein — Offerte, Auftrag, Lieferschein, Bestellung, Rechnung und Lohn. Der Beleg merkt sie sich beim Anlegen. Änderst du hier später etwas, ändern sich bestehende Belege nicht: sie rechnen weiter mit dem, was bei ihrer Entstehung galt.

Gerundet wird kaufmännisch, und zwar dort, wo das Programm selbst rechnet: berechnete Artikelpreise, Einkaufsbeträge, Skonto, die Grundlage von MWST und Rabatt, Kurspreise. Der Wert ist die Stufe, nicht die Anzahl Stellen — 990.00 mal 8.1 Prozent ergibt 80.19 und wird bei einer Rundung von 0.05 zu 80.20.

Bei einer Firma lassen sich «Währung» und «Bankverbindung» abweichend hinterlegen; dann gewinnt die Firma. Das kommt selten vor — etwa bei einer Spezialvereinbarung mit einem Grosskunden, oder wenn du mehrere Konten führst und bestimmte Organisationen gezielt auf eines einzahlen sollen. Für die «Rundung» gibt es das nicht, sie gilt für alle.

«Abrechnung nach vereinbarten Entgelten» und «MWST immer an den Schluss setzen»

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Abrechnung nach vereinbarten Entgelten»
wählt die Abrechnungsart für die MWST: eingeschaltet nach vereinbarten, ausgeschaltet nach vereinnahmten Entgelten
aus
«MWST immer an den Schluss setzen»
ordnet die Konditionen eines Belegs so um, dass die MWST als letzte gerechnet wird
ein

Welche Abrechnungsart für dich gilt, richtet sich nach der Mehrwertsteuer-Gesetzgebung und der Vereinbarung mit der Steuerverwaltung. Der gewählte Wert geht in jede Exportdatei mit.

Die Konditionen eines Belegs werden nacheinander gerechnet — Rabatte, Zuschläge, MWST. Steht die MWST nicht am Schluss, wirkt ein danach eingefügter Rabatt auf einen Betrag, der die Steuer bereits enthält. Mit dieser Einstellung rückt die MWST von selbst ans Ende, sobald du eine Kondition ohne Steuersatz hinzufügst.

Auf dem Beleg
MWST 8.1 Prozent
Total
Zwischensumme 1'100.00, sonst nichts
89.10
1'189.10
Rabatt 10 Prozent dazu — er rückt vor die MWST
80.20
1'070.20

Bei Änderung nachfragen

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Bei Änderung der Währung nachfragen»
fragt beim Währungswechsel, ob die Preise aller Positionen neu aus dem Artikelstamm eingesetzt werden
aus
«Bei Änderung der Sprache nachfragen»
fragt beim Sprachwechsel, ob die Texte aller Positionen neu aus dem Artikelstamm geholt werden
aus

Die zwei Schalter tun mehr, als ihr Name sagt. Eingeschaltet erscheint beim Wechsel ein Dialog, und «Alle ändern» holt Preis und Text frisch aus dem Artikelstamm — auch dort, wo du sie von Hand angepasst hast. Ausgeschaltet ändert sich am Beleg das Feld selbst, die Positionen bleiben unverändert.

«Rechnungsstatus»

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Wechselkurs berücksichtigen»
rechnet beim Abgleich zwischen Zahlung und Rechnung über den Wechselkurs um
aus
«Rechnungsstatus wenn bezahlt»
welcher Status auf der Rechnung «bezahlt» bedeutet — diesen setzt das Programm, wenn die Zahlung passt
«bezahlt»
«Rechnungsbelege exportieren»
Status, den die Rechnung bekommt, nachdem sie als Debitor in die Buchhaltung exportiert wurde
«verbucht»
«Buchungen exportieren»
Status, den die Rechnung bekommt, nachdem sie als Buchungssatz exportiert wurde
«verbucht»

Die Rechnung geht auf zwei Wegen in die Buchhaltung — einmal als Debitor, einmal als Buchungssatz. Jeder Weg hat seinen eigenen Zielstatus, und ausgeliefert steht auf beiden «verbucht».

Die Rechnungsstatus stehen nicht fest, darum muss dem Programm gesagt werden, welcher von ihnen «bezahlt» heisst. Genau das tut die zweite Zeile.

Warum der Wechselkurs ausgeschaltet ausgeliefert wird. Das Programm nimmt an, dass eine Rechnung in Franken in Franken bezahlt wird und eine Rechnung in Euro in Euro. Dann vergleicht es die beiden Beträge direkt und nimmt sie genau so, wie sie dastehen — ohne Umrechnung, also ohne Unschärfe.

«Zahlbar innert» und die Mahnfristen

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Zahlbar innert»
Tage bis zur ersten Mahnung; zugleich das Zahlungsziel, wenn bei der Firma keines hinterlegt ist
30
«1. Mahnung» - «2. Mahnung»
Tage zwischen der ersten und der zweiten Mahnung
10
«2. Mahnung» - «3. Mahnung»
Tage zwischen der zweiten und der dritten
10
«3. Mahnung» - «Betreibung»
Tage zwischen der dritten Mahnung und der Betreibung
10

Die vier Zahlen sind Fristen zwischen zwei Stufen, nicht Tage ab Rechnungsdatum. Das Programm zählt sie nacheinander ab — die Beschriftungen sagen es bereits. Mit den ausgelieferten Werten liegen zwischen Rechnung und Betreibung 60 Tage: 30 bis zur ersten Mahnung, dann dreimal 10.

«Zahlbar innert» hat zwei Aufgaben. Es ist die erste Mahnfrist und gleichzeitig das Zahlungsziel für neue Rechnungen. Steht bei der Firma ein eigenes Zahlungsziel, gewinnt das — dann verschiebt sich für diesen Kunden auch die erste Mahnung.

«Rapporte abrechnen»

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Rechnung»
offene Rapporte werden auf Rechnungen abgerechnet
ein
«Lohn / Honorar»
offene Rapporte werden auf den Lohn abgerechnet
aus
«Rapporte ohne Anzahl nicht Abrechnen»
ein Rapport ohne Menge bleibt liegen, statt mit null abgerechnet zu werden
aus
«Lieferscheine als Rapporte speichern»
Positionen aus Lieferscheinen werden als Rapport gekennzeichnet
aus

Die ersten beiden Schalter sind eine Wahl in zwei Zeilen: offene Rapporte gehen entweder auf Rechnungen oder auf den Lohn. Beides zugleich gibt es nicht — schaltest du den einen ein, geht der andere aus. Die unteren zwei sind davon unabhängig.

«Aufwandskonto» und woher das Ertragskonto kommt

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Aufwandskonto»
das Gegenkonto einer Kreditorenbuchung, wenn sich aus Beleg oder Konto nichts anderes ergibt
leer

Das Ertragskonto einer Rechnung wird nicht an einer Stelle festgelegt, sondern der Reihe nach gesucht. Steht auf dem Beleg selbst ein Ertragskonto, gilt das. Sonst rechnet die Berechnungsformel weiter unten auf dieser Seite. Ist auch die leer, greift das Konto des Artikels, danach das der Abteilung, dann das der Bankverbindung, zuletzt das der Währung.

«Ausgleichskonto für»

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Zahlungen»
Gegenkonto für die Differenz zwischen Zahlung und Rechnung
leer
«Skonto»
Gegenkonto für den Skontoabzug des Kunden
leer
«Gebühren»
Gegenkonto für Bankspesen, die vom Betrag abgehen
leer
«MwSt Code»
der Steuercode zur jeweiligen Buchung
leer

Drei Gründe, drei Konten: was nach dem Verbuchen offen bleibt, muss irgendwo hin, und wohin es geht, entscheidet der Grund. Diese Konten gehen in die Buchhaltung mit. Ausgeliefert sind alle Felder leer; sie kommen bei der Einrichtung aus deinem Kontenplan.

«Zahlungsdatei exportieren [XML]»

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Kreditorenart»
welche Kreditorenarten in die Zahlungsdatei kommen — mehrere möglich
Faktura

Die Zahlungsdatei ist das, was deine Bank bekommt: eine pain.001-Datei mit den Zahlungsaufträgen. Ein Klick auf das Feld öffnet eine Liste zum Ankreuzen. Was nicht angekreuzt ist, kommt nicht in die Datei. Eigene Kreditorenarten erscheinen in derselben Liste, sobald du sie angelegt hast.

«Kreditoren Datensätze freigeben»

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Mitarbeiter»
wer einen Kreditor freigeben darf — mehrere möglich
leer

Ist kein Mitarbeiter eingetragen, gibt es keinen Freigabeprozess. Der Kreditor zeigt dann keinen Freigabe-Knopf, und die Belege laufen ohne Kontrollschritt durch. Steht jemand da, dürfen ausschliesslich die eingetragenen Mitarbeiter freigeben.

Sobald der Schritt aktiv ist, trägt jeder Kreditor eine Marke: grau, solange er nicht freigegeben ist, grün danach. In den Kreditorenlisten ist sie ebenfalls zu sehen, du musst also keinen Beleg öffnen, um den Stand zu erkennen. Das Programm hält fest, wer freigegeben hat und wann.

«Berechnungsformel Ertragskonto»

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Berechnungsformel Ertragskonto»
setzt das Ertragskonto abhängig von Bedingungen, statt ein festes zu hinterlegen
leer

Eine Kontonummer allein ist schon eine gültige Formel. Trägst du 3400 ein, heisst das: dieses Konto, immer. Der eigentliche Zweck ist aber die Fallunterscheidung — je nach Beleg ein anderes Ertragskonto, ohne dass am Programm etwas geändert werden muss. Was hier steht, schlägt alles ausser einem Ertragskonto, das direkt am Beleg gesetzt ist.

Ein Beispiel, wie es im Betrieb aussieht: die Formel schaut auf das Land des Projekts, zu dem die Rechnung gehört. Liegt es in der Schweiz oder ist keines hinterlegt, bucht sie auf das eine Ertragskonto, sonst auf ein zweites. Inland und Ausland trennen sich damit von selbst — niemand muss beim Erfassen daran denken, und niemand korrigiert es nachher im Export.

«Berechnungsformel Kostenstelle»

Einstellung
Was sie bewirkt
Ausgeliefert
«Berechnungsformel Kostenstelle»
setzt die Kostenstelle abhängig von Bedingungen
leer

Dasselbe für die Kostenstelle: trägt die Position schon eine, gilt die; sonst rechnet die Formel. Bleiben beide leer, wird keine Kostenstelle gesetzt. Beide Formeln gehören zum Export — was sie ausrechnen, steht im Buchungssatz, der die Buchhaltung erreicht.

Wenn nichts oder das Falsche herauskommt

Was du siehst
Woran es liegt
Auf dem Beleg steht eine andere Währung oder eine andere Bankverbindung als hier
bei der Firma ist eine eigene hinterlegt; die gewinnt
Eine alte Rechnung rechnet mit einer anderen Rundung als die neuen
der Beleg hat die Rundung beim Anlegen übernommen und behält sie
Eine Rechnung bleibt mit einem kleinen Restbetrag offen, obwohl der Kunde alles überwiesen hat
«Wechselkurs berücksichtigen» ist eingeschaltet, und Kurs oder Rundung weichen zwischen Rechnung und Zahlung ab
Du hast die Währung eines Belegs gewechselt, die Preise sind geblieben
«Bei Änderung der Währung nachfragen» ist ausgeschaltet
Der Kreditor zeigt keinen Freigabe-Knopf
unter «Kreditoren Datensätze freigeben» steht kein Mitarbeiter
Im Export steht ein anderes Ertragskonto als erwartet
am Beleg selbst steht eines, oder die Berechnungsformel liefert es

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